Schon in den letzten Jahren hatten unsere AK 16-Mädchen (damals noch in der AK 14) gezeigt, dass auch auf nationaler Ebene mit ihnen zu rechnen ist. Nach einem tollen dritten Platz in 2022 hatte die Mannschaft auch bei der DMM im Jahr 2023 immerhin den vierten Platz belegt.

Trotzdem standen die Vorzeichen für unser Team (Emilie und Carlotta Müller, Clara Stoll, Renée Weigang, Ava Fuchs und Anika Huang) im Finale der 15 besten deutschen Mädchenmannschaften dieses Mal nicht günstig. Neben dem Serienmeister aus St. Leon-Rot und zumindest auf dem Papier überlegenen Mannschaften aus Berlin-Wannsee und Stuttgart-Solitude galt es auch die starke Heimmannschaft aus Neuhof (bei Frankfurt a.M.) zu schlagen. Zudem hatte sich mit Carlotta Müller erst zwei Tage vor der Abreise leider eine Leistungsträgerin verletzt abmelden müssen.

Der Kurs in Neuhof ist ohnehin lang und anspruchsvoll. Hinzu kam, dass der Platz auf Anordnung des DGV trotz Dauerregen im Vorfeld des Turniers und herbstlich-kühler Witterung von blau (CR 76,8 bei Par 72) gespielt werden musste. Es galt also, diversen Widrigkeiten zu trotzen. Doch wie sich zeigen sollte, waren unsere Mädels in Begleitung von Trainer Sebastian auf diese Herausforderung besser eingestellt als ein Großteil der Konkurrenz … Bei der DMM der Mädchen werden am Samstag zwei klassische Vierer und am Sonntag vier Einzel gespielt. Nach den Vierern am Samstag lagen die Mädels trotz (gefühlt) überschaubarer Ergebnisse (Clara und Ava 87, Emilie und Renée 89) hinter St. Lean-Rot bereits schlaggleich mit den Gastgebern aus Neuhof auf dem zweiten Platz. Mit fünf Schlägen Abstand lauerte die starke Konkurrenz aus Berlin-Wannsee. Viele Teams hatten infolge der schwierigen Bedingungen deutlich höhere Scores zu verzeichnen.

Umso mehr galt es am Sonntag, auf der Leistung vom Vortag aufzubauen, die Scores gut zusammenzuhalten und sich keine groben Schnitzer zu leisten. Zunächst brachten Clara (81) und Renée (86) am Sonntag die ersten beiden Scores rein. Die Mitbewerberinnen aus Berlin mussten jeweils höhere Scores unterschreiben. Damit zeichnete sich bereits sehr deutlich ab, dass es für eine Medaille reichen und ein enges Match um Silber mit den Gastgebern aus Neuhof geben würde. Und so richteten sich die Augen auf Emilie, die lange Zeit sogar unter Par lag und einen Sahnetag erwischt hatte. Am Ende brachte Emilie eine starke 75 und damit die geteilt beste Einzelrunde des gesamten Feldes nach Hause. Hinter den Spielerinnen aus St. Leon-Rot mit insg. 38 über Par stand damit ein Gesamtergebnis von 58 über Par zu Buche, mit fünf Schlägen Vorsprung vor den Gastgeberinnen aus Neuhof.

Eine sensationelle Platzierung, auf die die Mädels sehr stolz sein können – und zugleich eine Bestätigung für unsere Jugendarbeit, mit der wir auch diese Truppe seit Jahren begleiten. Besonderer Dank gilt Trainer und Kapitän Sebastian für die Unterstützung vor Ort!

Nach einem langen Tag mit anschließender Rückfahrt nach Hamburg quittierte der gemietete Bus kurz vor Harburg um 23 Uhr den Dienst und musste in einer Autobahnausfahrt auch noch von der Polizei gesichert und abgeschleppt werden. Aber es galt, wie Renée es treffend formulierte: „Am Straßenrand mit Silber in der Hand“. Nach einem solchen Erfolg kann einem wirklich nichts die Laune verderben!

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